Im Unterschied zu 3D müssen 2D-Animatoren unbedingt zeichnen können. Ob auf Papier, Grafiktablet oder Cintiq – wer nicht mit dem Stift umgehen kann, ist hier falsch. Auch die von 3D gewohnten Abkürzungen – einmal bauen, beliebig drehen, zigfach verwenden – funktionieren hier nicht. Jede Pose, jede Ansicht muss neu gezeichnet werden. Es gibt auch kein „Tweening“, also das automatische Berechnen von Zwischenschritten.
Zur Erinnerung: Der traditionelle Workflow analoger Produktionen besteht aus den Stationen Drehbuch, Storyboard, Layout, Character Design, Hintergrund, Animation (Rough, Clean, Inbetween), Ink&Paint, und Kamera. Gute Vorbereitung ist entscheidend, denn kein Studio möchte bereits gezeichnetes Material wegwerfen. Schon im Storyboard sind deswegen alle Szenenlängen, Einstellungen und Kamerafahrten festgelegt.
Disney setzte ab 1986 „CAPS“ ein, das erste digitale System, das immerhin schon den letzten Teil des Workflows von Ink&Paint bis…