Der 28-jährige britische Kapitän Marcus Ervine-Andrews wusste, dass er vor einer fast übermenschlichen Aufgabe stand, als er in den Morgennebel hinausblickte. Auf der anderen Seite des Kanals, der Dünkirchen umgab, stand eine ganze deutsche Division. Aber Ervine-Andrews und seine 200 erschöpften Männer mussten die Wasserfläche vor ihnen um jeden Preis verteidigen. Dann, am 1. Juni 1940, als seine Männer die Spitze der Erschöpfung erreicht hatten, starteten die Deutschen einen Angriff entlang der gesamten Linie. Überall ruderten Infanteriegruppen in Schlauchbooten über den Kanal.
„Nicht schießen, bis ich pfeife!“, brüllte Ervine-Andrews seinen Männern zu. Die Deutschen waren schon auf halbem Weg, als er das Signal gab. Eine Sekunde später schlugen die Geschosse der britischen Maschinengewehre in die Wasseroberfläche ein.
Deutsche Soldaten fielen in Scharen, aber trotz ihrer schweren Verluste schickten sie immer…