Manhattan hat eine neue Skyline. Sie liegt an der Südkante des Central Parks, zwischen Lincoln Center und Carnegie Hall. Wolkenkratzer hoch wie Berge, aber schmal wie Spargel, wie überdimensionierte Orgelpfeifen stehen sie da. „Supertalls“ werden sie genannt, manchmal auch „Bleistifthäuser“. Von Weitem wirken sie wie überschlanke Raumschiffe, die sich in den Grund von Manhattan gebohrt haben, von überall her sichtbar, von der Downtown, von New Jersey und vom in Queens einfliegenden Flugzeug aus. Wer sich dort einkauft, ist – natürlich – reich, will die ganze Grundfläche für sich haben, ungestört von Nachbarn, und einen weiten Ausblick auf den berühmtesten Park der Welt, der nie nicht verbaut werden kann.
Der markanteste dieser Wolkenkratzer, der „Steinway Tower“, hat die Adresse 111 West 57 St, die Straße, die im Volksmund inzwischen „Billionaires Row“…
