Eine der Quellen des Industriedesigns ist die Architektur. Neben Einflüssen und Traditionen aus Handwerk, Kunst sowie der Nutzung von analytisch-synthetischen Methoden, wie sie die Hochschule für Gestaltung in Ulm Mitte des 20. Jahrhunderts nutzbar machte, spielt der Bezug zum Bauen im Design bis heute eine große Rolle.
Für Rem Koolhaas und das Team der Architekturbiennale 2014 waren es schlicht „Fundamentals“. Dinge, ohne die ein Haus nicht nutzbar ist, die aber doch mit dem Bauen an sich nur peripher zu tun haben. Bekanntlich zeigte Koolhaas die Entwicklung dieser einstmals individuell und handwerklich gefertigten Teile, hin zu einem systematisierten und digitalisierten Modulbaukasten. Ganz gleich ob, Fenster, Türen, Decken oder Böden: An die Stelle handwerklicher Gestalttradition treten normierte und wirtschaftlich optimierte Komponenten. Wer nach Gestaltung fragt, der denkt womöglich über Spielräume und Auswahlmöglichkeiten…