Der Parcours führt hindurch zwischen Medikamentenregalen, anatomischen Zeichnungen und rätselhaften, biomorphen Objekten am Boden und an den Wänden. Der Blick fällt auf Röntgenvideos, Ärzteporträts sowie Szenen und Artefakte der Medizinhistorie. Irgendwo sitzt dann sogar ein leibhaftiger Doktor im weißen Kittel. Zum Verwechseln lebensecht, allerdings aus bemalter Bronze. Denn wir durchstreifen hier keine Klinik oder Forschungsinstitution, sondern die Ausstellung Take Care: Kunst und Medizin, die noch bis 17. Juli im Kunsthaus Zürich zu sehen ist.
Wenn von ärztlicher Kunst die Rede ist, denkt man an gelungene Operationen oder eine Therapie, die Heilung bringt. Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Filme und Objekte kommen einem eher nicht in den Sinn. Dabei ist die Verflechtung zwischen der Medizin und den Künsten eng und vielfältig. Das beginnt bei Ärztinnen und Ärzten, die sich zugleich der Literatur, der…