Es sind diese magischen Konzertabende, an denen alles stimmt: Sound, Set, Location, Publikum und die Darbietung des Künstlers. Nachzuerleben auf diesem Album mit über zwei Stunden Spielzeit, das in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe setzt. Das beginnt mit dem malerischen Sala Sinopoli in Rom – inklusive Traum-Akustik und 1330 Sitzplätzen. Dann wäre da der zu diesem Zeitpunkt 67-jährige Brite Steve Hogarth, gut bei Stimme sowie charmant, redselig und spontan – ein echter Entertainer.
Den ersten Teil des 17-Song-Programms bestreitet er alleine am Klavier, reißt schlechte Witze („Wow, sind hier heute viele Römer“), spielt auf Zuruf, covert „Famous Blue Raincoat“ (Leonard Cohen) und bricht „Three Minute Boy“ nach anderthalb Minuten ab, um „All You Need Is Love“ der Beatles anzustimmen. Das hat Klasse, zeugt von Humor und Können.
Dann, nach sieben Stücken,…